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„Der effektivste Weg etwas zu tun, ist es, es zu tun.“
125 Besucherinnen und Besucher diskutierten auf der zweiten ZVEI-Konferenz „Das klimaneutrale Stromnetz“ in Köln die Anforderungen an das Stromnetz auf dem Weg zur Klimaneutralität. Am ersten Tag der Konferenz standen vor allem Planungssicherheit, Geschwindigkeit, Digitalisierung und die Fachkräfte im Fokus der Diskussionen.
Wolfgang Weber, ZVEI, forderte in seinem Eröffnungsimpuls, den Netzausbau nicht ohne Not zu drosseln. Es brauche jetzt Verbindlichkeit, Tempo und einen gemeinsamen Plan. Dabei zitierte er auch Flugpionierin und Namensgeberin des neuen ZVEI-Hauptstandorts in Frankfurt, Amelia Earhart: “Der effektivste Weg etwas zu tun, ist es, es zu tun.”
Barbie Haller, Bundesnetzagentur, unterstrich, dass niemand den Weg in die Klimaneutralität in Frage stelle, die EE-Ziele seien rechtlich abgesichert. Zudem seien die Anschlussbegehren auf einem Hochstand und der Netzausbaubedarf werde daher stabil bleiben. Die BNetzA werde auch weiterhin die Effizienzanforderungen und Kostenbegrenzungen angesichts der hohen Kosten in den Fokus nehmen. Hier sei vor allem Harmonisierung und Standardisierung wichtig.
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Im anschließenden Impuls betonte Corinna Enders, Deutsche Energie-Agentur (dena), Akzeptanz als Grundlage für das Gelingen der Energiewende. Es brauche eine integrierte und digitale Netzplanung, ebenso eine stärkere europäische Vernetzung und ein resilientes Stromsystem entlang der gesamten Lieferkette.
Sowohl Eva Weikl, badenovaNETZE, wie auch Kay Herbst, 50Hertz Transmission, betonten die großen Herausforderungen, vor denen Verteil- wie Übertragungsnetzbetreiber stehen – insbesondere wenn es um die Netzanschlussbegehren geht. Ebenfalls hoben sie die Relevanz hervor, den Netzausbau gemeinsam anzugehen – Kommunen, Politik, Netzbetreiber und Hersteller. So ergeben sich durch die Energiewende Chancen in vielen unterschiedlichen Bereichen.
Adrian Guggisberg, ABB, nannte als große, aber veränderbare Barrieren die Finanzierung und Genehmigungsverfahren. Die großen Herausforderungen aber seien die Kapazität – für die es Planungssicherheit brauche, Digitalisierung, die erst durch Skalierung funktioniere, sowie die nötigen personellen Ressourcen.
Mona Neubaur, Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW, hob in ihrem Impuls ebenfalls die Bedeutung von Planungssicherheit, Bürokratieabbau und die notwendigen Fachkräfte hervor. Man dürfe jetzt nicht die Ziele in Frage stellen, sondern müsse den Weg dorthin pragmatisch gestalten – und tun was zeitlich und ökonomisch sinnvoll ist, nicht was die schnelle Überschrift bringt.
Am zweiten Tag stand zunächst das Thema Finanzierung des Netzausbaus im Mittelpunkt. Henry Otto, PwC, stellte die VKU-Umfrage zur Finanzierung der Transformation zur Klimaneutralität vor. Anschließend berichtete Dr. Julian Adam, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, über Avale für die Transformationsindustrien. Wir sind gespannt, wie innovative Finanzierungsmodelle dazu beitragen, die digitale Infrastruktur nachhaltig und zukunftsfähig auszubauen.
Spannende Ansätze zum Thema HR Matching im MINT-Arbeitsmarkt hörten wir im nächsten Themenblock. Im Anschluss an seinen Impulsvortrag diskutierte Dirk Werner, Institut der deutschen Wirtschaft gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Heide Brandstätter, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Prof. Dr. Jochen Kreusel und Franziska Maria Tischbein, RWTH Aachen University, wie man Fachkräfte schon im Studium gezielt fördert, Frauen empowert und junge Talente bereits in der Schule und im Studium auf spannende Karrieremöglichkeiten vorbereitet.
Zum Abschluss der Konferenz wurde ein Blick in die Forschung und auf innovative Technologie-Implementierung geworfen. U.a. wurden Technologien zur Integration erneuerbarer Energien, Großspeicher für klimaneutrale Netze und digitale Zwillinge zur Kabelüberwachung vorgestellt. Auch Supraleiter und die automatisierte Energienetzplanung kamen nicht zu kurz. Die Expertinnen und Experten in diesem Block waren Klaus Nagl, Consolinno Energy GmbH, Maximilian Bodewein, Terra One, Dan Keller, HIGHVOLT, Carsten Wolff, NKT sowie Wiebke Gerth und Eric Schulze-Berge, Bergische Universität Wuppertal.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die dabei waren. Im Frühjahr 2026 werden wir die Veranstaltungs-Reihe mit der dritten Konferenz fortsetzen. Wir informieren rechtzeitig über unseren Veranstaltungsnewsletter der ZVEI-Akademie, den Sie hier zum Thema „Energie“ abonnieren können.
Dann abonnieren Sie gerne unseren Veranstaltungs-Newsletter und folgen uns auf LinkedIn. Impressionen sowie Mitschnitte einiger digitaler Veranstaltungen sind auch über unseren Youtube-Kanal verfügbar.
Konferenz in Köln
Energie
Dorint An der Messe Köln
Deutz-Mülheimer Straße 22 – 24, 50679 Köln
Telefon: +49 221 80190-0
E-Mail: info.koeln-messe@dorint.com
9:00 | Öffnung des Check-Ins für Aussteller und Teilnehmende |
10:00 | Eröffnung und Begrüßung Anke Hüneburg, Bereichsleiterin Energie, ZVEI Sebastian Glatz, Geschäftsführer Fachverband Kabel und Drähte, ZVEI Die Effizienzwende starten – Das klimaneutrale Stromnetz als enabler für die Transformation der Energieversorgung
Herausforderungen beim Netzausbau für Deutschland, Europa und International Impulsvorträge und Diskussionsrunde Corinna Enders, Vorsitzende der Geschäftsführung, dena Eva Weikl, Geschäftsführerin, badenovaNETZE Kay Herbst, Bereichsleiter Assets, 50Hertz Transmission Adrian Guggisberg, Division President – Electrical Distribution Solutions, ABB Moderation: Anke Hüneburg und Sebastian Glatz, ZVEI |
11:45 | Erneuerungs- und Erweiterungsbedarf in den Netzen
Einführung in den Themenblock Technologiebedarf in Verteilnetzen Kooperationen von Stadt- und Gemeindewerken in einer komplexen Energiewelt Effizienzpotenziale im Netzausbau Harmonisierungsangebote von Kabelherstellern |
13:00 | Mittagspause in der Fachausstellung |
14:15 | Digitalisierung und KI in Netzplanung, – bau und -betrieb
Einführung in den Themenblock T&D-Studie Digitalisierung Die Inteligent Grid Platform zur Flexibilisierung der Stromnetze Markterfahrungsbericht: aktuelle Herausforderungen und digitale Lösungsansätze in Netzplanung und -betrieb Faseroptische Sensortechnik in bestehenden Netzen |
15:30 | Kaffeepause in der Fachausstellung |
16:00 | Nachhaltigkeit im Bereich der Netz-Assets
Einführung in den Themenblock Der Digitale Produktpass fürs Stromnetz am Beispiel Projekt DPP4.0@Grid Der neue SF6-Leitfaden – Erläuterungen zur neuen F-Gase Verordnung Nachhaltige Starkstromkabel Klimaneutralität nach ISO 14068-01: Anforderungen, Chancen und Herausforderungen für Verteilnetzbetreiber |
17:15 | Die Energiewende gestalten
Keynote Podiumsdiskussion mit: Moderation: Julia Dornwald und Sebastian Glatz, ZVEI |
ab 18:15 | Abendveranstaltung in der Ausstellung |
9:00 | Begrüßung und Eröffnung des zweiten Konferenztages Anke Hüneburg, Bereichsleiterin Energie, ZVEI Sebastian Glatz, Geschäftsführer Fachverband Kabel und Drähte, ZVEI |
9:10 | Finanzierung des Netzausbaus
Finanzierung der Transformation zur Klimaneutralität (Umfrage für den VKU) Avale für die Transformationsindustrien |
9:40 | HR Matching – wie bekommen wir Menschen und berufliche Anforderungen zusammen?
Impulsvortrag und Diskussionsrunde Der MINT-Arbeitsmarkt: ein neuer Überblick Podiumsdiskussion u.a. mit: Moderation: Claudia Lorenz und Arvid Gillert, ZVEI |
10:30 | Kaffeepause in der Fachausstellung |
11:00 | Aktuelles aus Forschung und innovativer Technologie-Implementierung
Integration erneuerbarer Energien ins Stromnetz Der Beitrag von Großspeichern für die klimaneutralen Netze Digitaler Zwilling zu Überwachung von Kabeln im Betrieb Supraleiter in der Praxis – Superlink in München Automatisierte Energienetzplanung auf der grünen Wiese |
12:00 | Zusammenfassung und Ausblick Anke Hüneburg und Sebastian Glatz, ZVEI |
12:15 | Mittagessen in der Fachausstellung |
Vorsitzende der Geschäftsführung, dena
© Hoffotografen
Vizepräsidentin, Bundesnetzagentur
© Bundesnetzagentur
Bereichsleiter Assets, 50Hertz Transmission
© 50Hertz Transmission
Geschäftsführer, Stadtwerke Fürstenfeldbruck
© Stadtwerke Fürstenfeldbruck
Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen
© Land NRW / Ralph Sondermann
Geschäftsführerin, badenovaNETZE
© badenovaNETZE
13.+14. März 2024 in Köln
#ZeitfürsStromnetz nahm sich die 1. Konferenz Klimaneutrale Netze in Köln. Über 100 Teilnehmende sind nach Köln gekommen, um von knapp 30 Expertinnen und Experten zu erfahren, wie wir beim Netzausbau im Hinblick auf ein klimaneutrales Stromnetz voran kommen.
Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, zum Auftakt: „Wir müssen gemeinsam die “Schlauheit der Netze” voranbringen und Möglichkeiten finden, sinnvoll zu investieren.” Der Ausbau und die Anpassung der Netzinfrastruktur stehe außer Frage, ein angepasstes, ausgebautes Stromnetz sei die Voraussetzung für die Integration erneuerbarer Energien, die optimale Nutzung von Wärmepumpen und den Umstieg aufs Elektroauto. Diese Aufgabe müsse von Netzbetreibern, Herstellern und Politik gemeinsam angegangen werden. “Stellen wir das „wir“ in den Vordergrund – ich freue mich auf viele electrifying ideas.“
Dr. Jonas J. Danzeisen, Venios GmbH, stellte in seiner Keynote die Optimierung und vorausschauende Planung in den Fokus: „Die Netzoptimierung ist auch eine volkswirtschaftliche Aufgabe. Um das gesamtsystemische Optimum zu erreichen, braucht es die richtigen Instrumente und ein sehr gutes dazu ist die Digitalisierung.”
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Denn mit Blick auf den Fachkräftemangel sei es wichtig, dass die Bereiche, die automatisiert werden können, auch automatisiert werden, um bestehende Ressourcen zielgerichtet einzusetzen. Zudem wies Danzeisen auf für die Veränderungsgeschwindigkeit nötigen Produktionskapazitäten hin: “Die Transformation können wir nur konsequent durchziehen, wenn wir nach dem ersten Schritt auch den zweiten und dritten machen. Das heißt: Wenn Produktionskapazitäten von Herstellerseite vorausschauend aufgebaut werden, braucht das auch auf anderen Seite Planungs- und Investitionssicherheit.
Jochen Kreusel, T&D Europe Präsident, nahm den EU Grid Action Plan in den Blick: „Wir müssen eine sinnvolle Transparenz beim Netzausbau schaffen. Dafür braucht es unter anderem eine Verbesserung der Planung und vorausschauende Investitionen. Hier setzt der EU Grid Action Plan richtigerweise an.“ Kurzfristig spielten Smartifizierung und Energieeffizienz ebenfalls eine große Rolle.
Oliver Franz, Eurelectric, betonte die Relevanz des Stellenwerts der Netzinfrastrukturausbaus: „Der Netzinfrastrukturausbau muss die gleiche Bedeutung haben wie etwa für den Straßenbau.” Er unterstrich die Notwendigkeit praxisnaher Planung: “Das Netz ist die Grundlage für Ladeinfrastruktur, für erneuerbare Energien usw. Deshalb müssen wir uns auch auf europäischer Ebene unbedingt einbringen.“
Achim Zerres, Bundesnetzagentur, benannte die drei große Herausforderungen für die kommenden Jahre: “Netzausbau, Netzausbau, Netzausbau.” Ohne gehe es nicht, wenngleich auch er die Digitalisierung betonte – auch im Prozess der Zurverfügungstellung von Daten. Zerres sieht auch die Notwendigkeit von Anreizen für den Aufbau von Energiewendekompetenzen bei den Netzbetreibern und forderte konkrete Ideen und Vorschläge von den Anwesenden.
Quelle: ZVEI e.V. auf LinkedIn
Save-the-date: Wir freuen uns auf eine Fortsetzung auf der Konferenz „Das klimaneutrale Stromnetz“ am 12.+13. März 2025 erneut in Köln!
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